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Als "Rating-Advisor" bezeichnet man einen Berater, der ein Unternehmen auf ein Rating - sei es durch das Kreditinstitut oder eine externe Rating-Agentur - vorbereitet. Der Rating-Advisor erstellt anschließend nicht selbst das Rating des Unternehmens. Umgekehrt kann eine Rating-Agentur oder eine Bank nicht sinnvoll bei der Vorbereitung bzw. Optimierung des Rating eines Unternehmens helfen, ohne die zwingend erforderliche Unabhängigkeit zu verlieren. Ein Rating-Advisor klärt zunächst gemeinsam mit dem Unternehmen, welcher Nutzen durch das Rating erzielt werden soll und unterstützt bei der Auswahl. Die Ratingagentur muss in der Branche, zu dem das zu ratende Unternehmen gehört, "zu Hause" sein. Es werden Branchenvergleiche erstellt; dazu ist Branchenwissen verpflichtend notwendig. Anschließend betrachtet der Rating-Advisor - auf Basis seiner Kenntnisse üblicher Ratingverfahren -
Quelle: Bundesverband der Rating Advisor e.V. |
die für das Rating besonders wesentlichen Kriterien eines Unternehmens kritisch. Dieser Punkt ist das "Rating Advisory". Eben das Vorbereiten des Unternehmens auf das eigentliche Rating. Hierdurch kommt er zu einer Ersteinschätzung, wie gut das Rating eines Unternehmens in etwa sein wird. Viele der hier erarbeiteten Maßnahmen zur Verbesserung des Ratings haben - quasi als positiver Nebeneffekt - auch die Konsequenz, völlig unabhängig vom Rating, Schwachstellen des Unternehmens zu beseitigen, Wettbewerbsvorteile auszubauen und den Unternehmenswert sowie die langfristigen Zukunftsperspektiven zu verbessern. In dieser Hinsicht ist ein Rating-Advisory-Prozess mehr als ein notwendiges Übel zur Sicherung von Kreditspielraum und Kreditrahmen. Er bietet zwangsläufig vielfältige Anregungen und dient der Stärkung des Unternehmens. |